Low-Code als Beschleuniger der digitalen Transformation

Bild: NTT Data Business Solutions AG

NTT Data hat in Zusammenarbeit mit der spanischen Digitalisierungsinitiative Mobile World Capital Barcelona (MWCB) den Bericht ‚Low-Code Analysis: New paradigm in software development‘ veröffentlicht. Er soll die Vorteile von Low-Code- oder No-Code-Entwicklungsplattformen als eine Technologie zur Beschleunigung der digitalen Transformation in Unternehmen aufzeigen. Laut Studie können die Plattformen dem Mangel an Fachkräften entgegenwirken und die Digitalisierung beschleunigen. Für den Bericht wurden ausführliche Interviews mit Führungskräften von 26 Unternehmen, darunter etwa Bayer oder Microsoft, geführt. Sie schildern, wie ihre Unternehmen die Low- oder No-Code-Implementierung sehen und wie sie deren Entwicklung gefördert haben. Als weitere Quelle wurden Low-Code-Anbieter erfasst. Ergänzt werden diese Informationen durch Analysen aus verschiedenen Quellen von Analysten und spezialisierten Unternehmensowie Datenbanken von öffentlichen Einrichtungen wie Eurostat.

500Mio. neue Apps bis 2023

Es wird geschätzt, dass im Jahr 2023 weltweit 500Mio. neue Apps benötigt werden. Dem gegenüber steht jedoch ein Mangel an Fachkräften. Um den hohen Bedarf zu decken, werden allein in Europa 350.000 Fachleute der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) benötigt. Laut Bericht wollen 42 Prozent der befragten Unternehmen angesichts dieser Tendenzen Low-Code-Plattformen einsetzen und Menschen ohne IKT-Profil ausbilden. Die wichtigsten Low-Code-Anbieter erwarten, dass die Wachstumsrate dieser Technologie in den nächsten Jahren 100 Prozent betragen wird.

Low-Code-Angebote wachsen

Low-Code bezieht Menschen mit unterschiedlichen Geschäftsprofilen in die digitale Transformation ein und wird als eine Technologie wahrgenommen, welche die Digitalisierung vorantreibt. Dies spiegelt sich in den Angeboten von Low-Code-Entwicklern wider, die im Vergleich zu 2019 in Ländern wie Spanien, Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich um 73 Prozent gestiegen sind. Gartner prognostiziert, dass bis 2025 70 Prozent der neuen Anwendungen mit No-Code- und Low-Code-Technologien entwickelt werden.

Gegen den Fachkräftemangel

Das aktuelle Szenario wirkt sich direkt auf den Unternehmenskontext aus, denn eine der größten Herausforderungen ist die Schwierigkeit, Fachkräfte für die Entwicklung ihrer Unternehmen zu gewinnen und zu halten. Laut Eurostat haben oder hatten 55 Prozent der EU-Unternehmen Schwierigkeiten, IKT-Spezialisten einzustellen. Und es wird erwartet, dass sich diese Lücke in Zukunft noch vergrößern wird. Als Lösung für dieses Problem setzen viele Unternehmen auf den Einsatz von Low-Code-Plattformen, die manuelles Coden für Softwareanwendungen auf ein Minimum beschränken (Low-Code) oder sogar völlig eliminieren (No-Code). Auch NTT Data geht davon aus, dass diese Technologien als Beschleuniger der digitalen Transformation fungieren können. Darüber hinaus hebt der Bericht hervor, wie die befragten Führungskräfte Low-Code genutzt haben, um Code und Entwicklung zu demokratisieren und so die Technologie als Hebel für Agilität und Innovation in den Dienst der Mitarbeiter zu stellen: „Low-Code kam vor mehr als einem Jahrzehnt auf, wurde 2017 populär, aber erst jetzt können wir von der Low-Code-Revolution sprechen, die die Digitalisierung vorantreibt“, sagt Oliver Köth, Chief Technology Officer NTT Data DACH. „Dieser Effekt ergibt sich nicht nur dadurch, dass die Technologie die Anwendungsentwicklung beschleunigt, sondern auch dadurch, dass sie mehr Menschen gegenüber offensteht.“

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