
Prostep hat im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderten Verbundprojekts Decide4Eco einen KI-basierten Chatbot entwickelt, der Informationen für den digitalen Produktpass schneller verfügbar macht. Der Chatbot wurde Anfang April auf der Hannover Messe präsentiert.
Für Regulatorik und Reporting
„Der DPP soll nicht nur ein Werkzeug für die regulatorischen Behörden sein, die damit den Markt überwachen. Er soll z.B. auch von Herstellern für das Nachhaltigkeits-Reporting, von Händlern für Marketingzwecke, von Werkstätten für Reparaturen oder für das Recycling und so für Konsumentinnen und Konsumenten bei Kaufentscheidungen nutzbar sein“, erläutert Rainer Zeifang, Leiter BU Software Development bei Prostep und verantwortlich für die KI. „Deshalb muss er möglichst einfach und flexibel zugänglich sein und unterschiedliche Sichten auf den digitalen Zwilling unterstützen.“
Die Informationen für den DPP sind in unterschiedlichen IT-Systemen gespeichert. Sie von Hand zusammenzutragen und auf dem aktuellen Stand zu halten, wäre viel zu aufwendig. Deshalb nutzt Prostep für die automatisierte Generierung des DPP seine Digital Thread-Plattform mit den Systemen OpenCLM für die domänenübergreifende Daten-Verlinkung und OpenPDM für die PLM-Integration; letztere stellt über Standard-Konnektoren den Zugriff auf die Informationen in gängigen PLM-, ALM- und ERP-Systemen oder anderen Unternehmensanwendungen sicher.
Technische Grundlage für Aufbau des DPP und den Austausch der relevanten Informationen ist die so genannte Verwaltungsschale (Asset Administration Shell oder kurz AAS). Sie beschreibt den digitalen Zwilling bzw. den DPP in einer standardisierten Form, die es allen Partnern in der Wertschöpfungskette ermöglicht, die Informationen zu nutzen und um ihre Daten zu ergänzen.
Der EDC Connector von Prostep ermöglicht es, diese in vertrauenswürdigen Datenökosystemen wie Catena-X oder Manufacturing-X Gaia-X-konform zur Verfügung zu stellen. Damit unterschiedliche Anwendergruppen möglichst einfach auf die Informationen im DPP zugreifen zu können, haben die Beteiligten einen Chatbot eingebunden. Nutzer können so mit natürlicher Sprache nach Informationen suchen.
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