
Diese Anforderungen sind vielseitig:
Þ Minimale Anpassung des Arbeitsabstandes (WD): die laterale chromatische Aberration soll gering gehalten werden, um scharfe und genaue Bilder zu gewährleisten.
Þ Chromatische Korrektur/Optimierung: Die Optik muss auf den spezifischen Spektralbereich der Anwendung abgestimmt sein. Eine spezialisierte Charakteristik ist hier wichtiger als eine breitbandige Abdeckung.
Þ Gleichmäßige Lichtdurchlässigkeit: Besonders bei Wellenlängen über 1.400nm darf die Lichtdurchlässigkeit des Objektivs nicht zu stark abnehmen.
Þ Spezifische Anpassungen: Diese umfassen primäre Vergrößerung (PMAG), Arbeitsabstand (WD), Platzbeschränkungen und Schärfentiefe (DoF). Diese Anforderungen gelten sowohl für telezentrische als auch für entozentrische und epizentrische Objektive.
APOchromatische Korrektur
Ein wesentlicher Aspekt der optischen Lösungen ist die apochromatische Korrektur. Dabei wird die chromatische Dispersion, die durch unterschiedliche Brennweiten bei verschiedenen Wellenlängen entsteht, durch die systematische Kombination verschiedener Glastypen korrigiert. Ein Beispiel hierfür ist die Kombination von Kurzflint (KzF)-Glas. Die Abbe-Zahl (v) ist ein Maß für diese Dispersion, wobei f (Farbquerfehler) umgekehrt proportional zur Abbe-Zahl ist. Die Entwicklungen in der apochromatischen Korrektur und der Beleuchtungstechnik tragen dazu bei, dass diese Technologie in verschiedensten Anwendungsbereichen immer weiter voranschreitet und neue Möglichkeiten eröffnet. Für das vicotar Blue Vision-Objektiv TO66/11 wurde die apochromatische Korrektur angewandt, um die Optik für den VIS- bis SWIR-Bereich zu optimieren. Bild 1 ´Focal Shift over Wavelength´ zeigt die Ergebnisse dieser Korrektur. Die geringe Anpassung des Arbeitsabstandes (WD) und die Diffraction MTF bei Blende F14 unterstreichen die hohe Präzision dieser Optik.
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