
Im iXperience-Center Deizisau befanden sich für das Open House rund ein Dutzend Werkzeugmaschinen unter Span. Zwanzig Mitaussteller begleiteten die von Marketingleiter Rainer Gondek und seinem Team bestens organisierte Veranstaltung mit insgesamt rund 2.000 Interessenten.

Über 30 Prozent günstiger
Schnell, zuverlässig, hochpräzise: Die Index ABC gilt nach wie vor als schnellster Produktionsdreher der Welt. Die Maschine befindet sich schon länger auf dem Markt, ist aber bezüglich Dynamik immer noch unerreicht. Neu gezeigt wurde die Traub TNL12 in der Version ‚lean‘: Der Lang-/Kurzdrehautomat für flexible Zerspanung ist eine günstige Einstiegsvariante mit leistungsstarker Haupt- und Gegenspindel sowie zwei Werkzeughalter-Teilsystemen (Werkzeugrevolver und Rückseiteneinheit) für Betriebe, die etwas weniger komplexe Bauteile herstellen. Die ‚Lean-Variante‘ liegt preislich ein Drittel unterhalb einer vollausgestatteten Traub TNL12.

Weitere Maschinenhighlights
Als nächstes Glanzlicht gab es die Traub TNK40 zu sehen: Der Produktionsdrehautomat für robuste und wirtschaftliche Zerspanung überzeugt mit festem Spindelstock und arbeitet hochproduktiv durch die zeitgleiche Bearbeitung mit bis zu vier Werkzeugen. Dank hoher thermischer und mechanischer Stabilität lässt sich eine optimale Werkstückqualität erzielen. Der Drehautomat bietet zudem ausgezeichnete Fräseigenschaften mithilfe seines stabilen Kompaktschaft-Werkzeughaltersystems. Das Drehfräszentrum Index G320 ist als Standard mit 140 Werkzeugen ausgerüstet. „Wenn es noch ein bisschen mehr sein darf, kann ein angeschlossenes Index iXtools weitere 230 Werkzeuge liefern“, erläuterte Gondek beim Rundgang. Eine Traub TNX220 gab es mit ‚High dynamic Turning 2.0‘ zu sehen. Unter Anwendung dieses Verfahrens lassen sich Drehkonturen mit nur einem Werkzeug flexibel zerspanen. Da zwei Werkzeuge parallel bearbeiten können, gelingt die Zerspanung bis zu 50 Prozent schneller. Hinzu kommt ein deutlich geringerer Werkzeugbedarf.
Mit einem Roboter ausgestattet zeigte sich eine Makino a40SE inklusive Index iXcenter. Bearbeitet wurden PCU-Gehäuse (Werkstückgröße: 500x450x150mm) aus Aluminium mittels Fräsen, Bohren, Reiben, Senken und Gewinden (Stückzeit etwa 190 Sekunden). Ebenfalls mit einem Roboter ausgestattet präsentierte sich eine Index G200 mit iXcenter. Gefertigt wurden Aluminiumgehäuse. Zu guter Letzt zeigte der Mehrspindler Index MS24-8 was er kann, auch in Sachen Nachhaltigkeit. Durch frequenzgesteuerte Hochdrucktechnologie im Kühlschmierstoff-Filtrationssystem lassen sich bis zu 50 Prozent Energie einsparen. Die 3D-Technologie-Tochter One Click Metal verzeichnete ebenfalls ein hohes Besucherinteresse.
Marktlage und Aussichten
Dr. Dirk Prust, Technischer Geschäftsführer (GF – Vorsitzender), der kaufmännische GF Roberto Deger und Reiner Hammerl, GF Vertrieb und Marketing, leiteten die Pressekonferenz. „Die Dynamik, die wir global an den Tag legen müssen, nimmt immer mehr zu“, eröffnete Dr. Prust. „Wir arbeiten weltweit für den Erfolg unserer Kunden. Dafür sorgen 2.000 Mitarbeiter, sechs Produktionsstätten, zwölf Vertriebs- und Servicegesellschaften sowie ein globales Netzwerk an über 80 Standorten.“ „Wir sehen, dass Produktionen verstärkt nach Osteuropa verlagert werden“, ergänzte Reiner Hammerl. Ein Trend, den auch die Index-Werke mitgehen. Neue Standorte gibt es in Polen, Tschechien, Ungarn und Österreich. Einen Überblick über die Regionen gab Roberto Deger. Die Erholung in Deutschland, Asien sowie EMEA (Europa, Arabien, Afrika) lasse noch auf sich warten. „Positiv ist hingegen die Entwicklung im amerikanischen Raum mit plus 37 Prozent Zuwachs auf einen Umsatzerlös von 105 Millionen Euro“, sagte Deger. Insgesamt lag der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2024 bei 447,5 Millionen Euro (-14 Prozent zum Vorjahr), die Umsatzerlöse pendelten sich bei 460 Millionen Euro (-11 Prozent) ein. Aufgrund konsequenter Sparkurse wurde das Jahr nichtsdestotrotz mit einem leicht positiven Ergebnis abgeschlossen.
