Mit smarter TechnIK zur Sicherheit

Durch die elektronischen Komponenten lässt sich mit dem Smart-Safety-System von Bernstein auch in der Reihenschaltung ein hoher Performance Level (bis PLe) erreichen.

Die Reihenschaltung von Sicherheitskomponenten wie Verriegelungseinrichtungen oder Nothalt-Geräten wird nach wie vor gerne genutzt, um die Sicherheitseingänge an den Auswertegeräten sowie den Verdrahtungsaufwand zu reduzieren. Normalerweise lässt sich die höchste Steuerungskategorie laut ISO/TR24119 damit nur erreichen, wenn die Komponenten jeweils mit einer Sicherheitsauswertung überwacht werden. Es gibt aber auch Alternativen.

Vorzertifzierte Safety für Roboter

Das SCB100 mit in den Prozessor integriertem Intel Safety Island überwacht sicherheitsrelevante Anwendungen und meldet Fehler.

Roboter mit integrierten Sensoren und Safety Features, so genannte Cobots, sollen möglichst eng mit dem Werker in der Fabrik zusammenarbeiten. Auch bei autonomen Transportfahrzeugen, die in der Fertigung immer häufiger eingesetzt werden, ist die funktionale Sicherheit ganz oben aufgehängt. Um solche Lösungen möglichst schnell zur Marktreife zu führen, bietet sich der Einsatz von vorzertifizierten Embedded Boards an.

Die neue Maschinenverordnung – Infos uns Tipps für Hersteller und Betreiber

Die seit dem Jahr 2006 geltende Maschinenrichtlinie (MRL) 2006/42/EG wird durch die neue Maschinenverodnung (M-VO, Verordnung (EU) 2023/1230) abgelöst. Durch die zunehmende Digitalisierung, Stichworte künstliche Intelligenz und IT-Sicherheit, ist die MRL nicht mehr zeitgemäß. Das bedeutet einen tiefgreifenden Wandel, aber nicht nur für die Hersteller von Maschinen und Anlagen, sondern auch für Integratoren, Importeure, Händler und ggf. sogar Betreiber. Welche Änderungen das sind, für wen sie gelten und was die To-Dos bereits heute sind, erklärt Marcus Scholle, Safety Application Consultant bei Wieland Electric, im Interview mit dem SPS-MAGAZIN.

Zugangsmanagement als Rundum-Sorglos-Paket

Heckert X55: Starrag setzt bei seinen Präzisions-Bearbeitungszentren auf intuitiven Bedienkomfort sowie auf ein Höchstmaß an Safety und Security.

Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung im Maschinen- und Anlagenbau steht auch das Zugangsmanagement auf dem Prüfstand: In enger Kooperation mit dem Werkzeugmaschinenhersteller Starrag hat Pilz das klassische Betriebsartenwahlsystem in ein ganzheitliches Zugangs- und Zugriffsberechtigungsmanagement für Safety- und Security-Aufgaben weiterentwickelt. Anwender können individuell konfigurierbare Schlüssel mit persönlichen und manipulationssicheren Zugangs- und Bedienrechten vergeben. Darüber hinaus wird eindeutig geregelt, wer auf welche Maschinen- und Prozessdaten zugreifen darf.

Ein Tritt, mehr Sicherheit

Der Zustimmfußschalter von Bernstein ermöglicht, dass der Bediener an der Maschine Bear-Cut während der Bearbeitung den Reifen weiter takten kann.

Bear Machines konnte bei der Bearbeitung von Nutzfahrzeugreifen die Effizienz und Sicherheit mit Hilfe eines Zustimmfußschalters von Bernstein steigern. Dieser spezielle Fußschalter ermöglicht es dem Bediener, mit beiden Händen an der Maschine zu arbeiten und gleichzeitig den Maschinenablauf sicher mit dem Fuß zu steuern.

Daten sicher verschlüsseln

Eine Public Key Infrastructure ermöglicht eine sichere, authentische und vertrauliche Kommunikation durch digitale Zertifikate. Sie dient in Unternehmen als Vertrauensanker, indem sie Verschlüsselung und Identitätsprüfung unterstützt.

Die bekannten proaktiven Maßnahmen zum Schutz und der Überwachung der Netzwerke, um das Eindringen Dritter oder den unbefugten, internen Zugriff zu verhindern, reichen heute nicht mehr aus. Schließlich lautet eine bekannte Prämisse der IT-Sicherheit „es ist nicht die Frage ob, sondern wann man gehackt wird“. Daher ist es essenziell, einen wirksamen Schutz vor dem Diebstahl des geistigen Eigentums oder der Manipulation von Daten zu besitzen. Den bietet die
Verschlüsselung mit Hilfe einer Public Key Infrastructure (PKI), denn damit sind die Daten erst gar nicht auszulesen.

Security-Retrofit

In vielen industriellen Maschinen laufen noch Industrie-PCs mit veralteter Technik. Da die Bedrohung für Produktionsumgebungen durch Cyberangriffe stark steigt, sollten die Unternehmen handeln. Die Hager Group hat die Cyberresilienz ihrer IPCs mit Technologie von TXOne gestärkt, um Sicherheitsbedingungen aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu gewährleisten.

Angriffe vorhersehen und Cyberrisiken reduzieren

Die Attack Path Analysis setzt generative KI ein, um einen Überblick über die komplexesten Angriffspfade zu geben und diese zu erklären. Sie nutzt die kontextbezogenen Daten, um dem Anwender schrittweise Anleitungen zur Risikominderung bereitzustellen.

In den zunehmend vernetzten IT-, OT- und IoT-Umgebungen von heute gehen Cyberangriffe häufig von IT-Systemen aus und greifen dann mit potenziell verheerenden Folgen auf OT-Systeme über. Damit stehen Sicherheitsexperten immer öfter vor der Herausforderung, neben IT- auch OT- und IoT-Umgebungen schützen zu müssen. Ganzheitliche Exposure-Management-Plattformen wie Tenable One bieten umfassende Sichtbarkeit und handlungsorientierte Risikoanalysen, um die Sicherheitslage von Unternehmen nachhaltig zu stärken.

Neue Malware-Variante

FrostyGoop, eine neue Malware-Variante, die auf industrielle Kontrollsysteme (ICS) spezialisiert ist, birgt Gefahren für kritische Infrastrukturen weltweit. FrostyGoop wurde im April 2024 von den OT- Cybersicherheitsexperten Dragos identifiziert und ist die erste ICS-spezifische Malware, die die Modbus-TCP-Kommunikation nutzt, um operative Technologien (OT) direkt anzugreifen und zu manipulieren.

Produktion geschützt, Ernährung gesichert

Sollte im Kopf dieses Becherelevators eine Staubexplosion entstehen, unterdrückt das IPD-System von BS&B (links) sie in Sekundenbruchteilen mit einem chemischen Löschmittel.

Bei Industrieprozessen mit Trockenlebensmitteln oder -futtermitteln kann durch aufgewirbelten Staub schnell eine zündfähige Atmosphäre entstehen. Fatal, denn Staubexplosionen bergen ein enormes Risiko: ungeplante Produktionstopps, Zerstörung von Anlagen und sogar Gefahr für Menschenleben. Die passenden Schutzsysteme ersticken Staubexplosionen effektiv bereits im Keim oder reduzieren ihre Auswirkungen.