Nullpunktspannmodule für rasche Werkzeugwechsel

Marc Walter, Leiter Konstruktion und Entwicklung bei der Otto Bihler Maschinenfabrik (r.): "Ohne unser 'Plug&Produce'-Prinzip mit maschinenseitig eingebauten AMF-Nullpunktspannsystemen und modularen Linearwerkzeugen hätten wir den Auftrag nicht bekommen." "Und diese Prozesse laufen zuverlässig und sicher", ergänzt AMF-Verkaufsleiter Manuel Nau.

Ein süddeutscher Premium-Automobilzulieferer fertigt viele Varianten eines wesentlichen Verbindungsteils in der E-Mobilität, hergestellt auf Linearmaschinen der Otto Bihler Maschinenfabrik. Damit die häufigen Werkzeugwechsel der variantenreichen Serien prozesssicher und schnell gelingen, sind die senkrechten Maschinentische mit AMF-Nullpunktspannmodulen erstausgerüstet. So lassen sich die zahlreichen modularen Linearwerkzeuge im ‚Plug & Produce‘-Prinzip zeitsparend und wirtschaftlich rüsten. Das gibt Premium-Elektrofahrzeugen aus Stuttgart einen weiteren Schub.

Futter für die Ewigkeit

Elektropermanent-Magnetspannfutter mit Radialpolteilung Magnos: Über die Zweihand-Bedienung am Bediengerät ist das Werkstück sekundenschnell gespannt.

Siemens Energy setzt für die Präzisionsbearbeitung an einer Horizontaldrehmaschine Magnos Elektropermanent-Magnetspannfutter von Schunk ein. Dank der gleichmäßig dauerhaft wirkenden Magnetspannkraft erfolgt das Spannen der Werkstücke deformations- und vibrationsarm – für eine ausgezeichnete Bearbeitungs- und Oberflächenqualität. Mit der zugehörigen App lässt sich die Spannsituation simulieren und sicher parametrieren.

Nächste Generation 5-Achsen-Kraftspanner

Die IO-Link-Kommunikation mittels App-Integration gestattet den zeitoptimierten Plug-&-Play-Betrieb.

Dem Trend zur durchgängigen Fertigungsautomation in der zerspanenden Bearbeitung folgend bringt der Schweizer Spezialist für WerkstückSpanntechnik und Produktionsautomatisierung Gressel mit seinem neuen Elektrospanner Grepos-5X-E die nächste Evolutionsstufe der bewährten Kraftspanner-Baureihe Grepos-5X auf dem Markt.

Produktion: Prognose 2024

Franz-Xaver Bernhard, Vorsitzender des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken, links) ist sich mit Dr.-Ing. Markus Heering (Geschäftsführer) einig: "Aufgrund der gedämpften Aussichten erwarten wir für 2024 einen leichten Rückgang der Werkzeugmaschinenproduktion um knapp 3 Prozent auf nominal 14, 8 Milliarden Euro".

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie erwartet 2024 einen Rückgang in der Produktion von knapp 3 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro. „Das
bisherige Rekordvolumen 2018/2019 von 17,0 Milliarden Euro kann auch nach fünf Jahren nominal noch nicht ausgeglichen werden“, bedauert Franz-Xaver Bernhard, Vorsitzender des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), anlässlich der aktuellen Jahrespressekonferenz des Verbands in Frankfurt am Main.

Werkzeuge – immer passend

Digital in eine effiziente Zukunft (v.r.): Andreas Recker, geschäftsführender Gesellschafter von Recker Technik, Stefan Salmen (InterCAM Deutschland), Hans-Jürgen Lange, Ceratizit-Anwendungstechniker im Außendienst, Daniel Schultes, CAM- und Fräsabteilung

Eine digitalisierte Fertigung hat viele Gesichter… und Recker Technik aus Eschweiler setzt ihr auf jeden Fall einen Smiley auf. Dort bringt die Produktion mit digitalen Zwillingen mehr Effizienz in den Alltag sowie gleichzeitig mehr Überblick über das Toolmanagement und die Werkzeugkosten. Mit dabei: Zwei Tool-O-Maten, die intelligenten Werkzeugausgabesysteme von Ceratizit – dank denen immer das passende Werkzeug für den Job zur Hand ist.

Bionisches Werkzeugdesign

Für eine neue Werkzeuggeneration beschreitet Ingersoll Werkzeuge mit deutschem Sitz in Haiger und Horrheim völlig andere Wege. Die Fräser werden generativ konstruiert und per 3D-Druck hergestellt. Mithilfe der additiven Fertigungstechnologie entstehen bionische Formen, die bis zu circa zwei Drittel weniger Gewicht aufweisen können, ohne die Stabilität der Werkzeuge zu beeinträchtigen.

Einfach besser VHM-Bohren

Für ein ausgezeichnetes Ergebnis beim Bohren in Vollhartmetall empfiehlt sich, den gesamten Bohrprozess zu analysieren.

Das Bohren gehört zu den ältesten und vielfältigsten
Bearbeitungstechniken, die Menschen entwickelt haben – und ist wohl eine der ersten Zerspanungstechniken überhaupt. Die frühesten bekannten Bohrungen liegen rund 40.000 Jahre zurück. Wie sich ausgezeichnete Ergebnisse in der modernen Fertigung mit Vollhartmetallbohrern erzielen lassen, erläutert der Präzisionswerkzeughersteller Walter aus Tübingen.

In Rekordzeit zum Bauteil

Blick in die Fertigung bei Wenzler, a company of Heller Group, wo gerade zwei Maschinen des Typs VKM 2-2 mit jeweils zwei Spindeln und zwei autarken Kammern ausgebaut werden.

Als es bei einem Sportwagenhersteller zu einem Engpass bei Strukturbauteilen kam, vertraute dieser auf das Prozess-Knowhow von August Wenzler Maschinenbau. Um die mehr als sportlichen Zeitvorgaben des Autobauers erfüllen zu können, bündelten der zur Heller Group gehörende Maschinenanbieter und der Werkzeughersteller Mapal ihr Fachwissen.

Hohe Kunst Hochglanzfräsen

Zum Hochglanzfräsen kommen monokristalline Diamanten zum Einsatz. "Die Qualität der Werkzeugschneide ist der maßgebliche Faktor für die erreichbare Oberflächenqualität", weiß Horn-Werkzeugspezialist und Produktmanager für hochharte Schneidstoffe Aribert Schroth.

Für das Fräsen hochglänzender Oberflächen von Kunststoffen sind keine Spezialmaschinen notwendig, wie folgender Anwendungsfall zeigt. Das Unternehmen Enggruber beweist in Zusammenarbeit mit den Werkzeugspezialisten von Paul Horn aus Tübingen glasklar, dass hier auch konventionelle Maschinen ausreichen. Zur Anwendung kommen werkzeugseitig monokristalline Diamanten, die üblicherweise in der Ultrapräszisionszerspanung für Oberflächengüten im Bereich von Nanometern sorgen.

Nachhaltige und ressourcenschonende Werkzeugeinstellung

Der süddeutsche Systemlieferant - hier Aussteller auf der EMO Hannover 2023 - bietet die weltweit breiteste Palette an vertikalen Werkzeugeinstellgeräten an.

Wenn in der Fertigung Qualität und Effizienz gefragt sind, steht die präzise Einstellung der Werkzeuge mit an erster Stelle. Für diese Ansprüche hält der Systemhersteller Kelch mit seiner Produktfamilie Kenova set line professionelle Werkzeugeinstellgeräte bereit, die in jeder zerspanenden Fertigung zum Einsatz kommen können. Bei vielen Betrieben befinden sich die Einstellgeräte über mehrere Jahrzehnte in der Anwendung. Eine Besonderheit bietet der Hersteller mit seiner jüngsten Neuentwicklung. Das erstmals auf der EMO 2023 präsentierte Werkzeugeinstellgerät Kenova set line V244 ist als bislang einziges Produkt am Markt für die Anwendung ohne Druckluft konzipiert.